32. Deutsch-Japanischer Sportjugend-Simultanaustausch 2005
Die Saarländische Sportjugend war bei der In-und Out- Maßnahme dabei
In diesem Sommer, 22.Juli bis 30.Juli 2005, veranstalteten die Deutsche Sportjugend (dsj) und die Japan Junior Sports Club Association (JJSA) zum 32. Mal den Deutsch-Japanischen Sportjugend-Simultanaustausch. Durch eine Kooperation mit der Sportjugend Rheinland-Pfalz war es der Saarländischen Sportjugend (ssj) möglich, sowohl bei der In-Maßnahme dabei zu sein als auch bei der Out-Maßnahme 10 TeilnehmerInnen für drei Wochen mit nach Japan zu schicken.
Die Woche In-Maßnahme im Saarland lief ungefähr so ab:
Freitags wurden die Japaner in Frankfurt mit dem SSJ Bus abgeholt. Breits bei der Begrüßung zeigte sich eine große Harmonie in der Japanischen Gruppe.
Nicht schüchtern, wie man Japaner kennt, verlief das erste Kennenlernen. Kräftiges Händeschütteln und lebendige Konversationen waren ein Beweis dafür, dass eine Woche voller Emotionen und Erfahrungen auf uns zukommen sollte.
Aus Frankfurt nach Saarbrücken angekommen, lernten sich die Gasteltern und Japaner kennen. Auch hier war es schwer die Eltern zum Nachhausegehen zu bewegen, da man sie nur schwer aus ihren tiefen Gesprächen mit ihren Gastkindern lösen konnte.
Von der Programmwoche waren die Gäste eigenen Worten zufolge äußerst begeistert. Der Einstieg begann Samstag in Mettlach bei Villeroy & Boch. Anschließend das Kennenlernen von Wölfen im merziger Wolfsgehege.
Sonntags konnten die Gasteltern und Japaner einen schönen Vormittag miteinander verbringen, bevor es schließlich in die Saarbrücker Stadt ging, wo man sich das Schloss und die Innenstadt zu Gemüte führte. Am Abend war Kegeln in der ATSV Halle angesagt. Dort stürzten sich die Gasteltern und Mitglieder der ATSV-Schwimmabteilung in Unkosten, um ein enormes Büffet auf die Beine zu stellen – für Essen und Trinken war somit reichlich gesorgt. Am späten Abend saßen die japanischen und deutschen (ATSV-Mitglieder und Gastfamilien) Gruppen in der Sportarena am Saarländischen Rundfunk, in der die Japaner zu den Gästen zählten.
Montags stand Sportaustausch auf dem Programm. Die Saarländische Sportjugend und Turnerjugend trafen sich zum gemeinsamen Sporttreiben. Volleyball, Fußball und Basketball waren die Angebote, die lebhaft von den Gästen in Anspruch genommen wurden. Nach mehreren Stunden körperlicher Anstrengung vergnügte man sich beim Grillen am Römerbrünchen, wo Gasteltern und Funktionäre der Saarländischen Sport- und Turnerjugend mit den Japanern einen schönen Abend genossen.
Dienstags stand ein Besuch bei der Ministerin Karrenbauer auf dem Plan. Auch hier waren die Japaner nicht abgeneigt mit der Ministerin Gedanken auszutauschen. Anschließend lernte man das moderne Saarland kennen. Eine Führung durch das Institut für Künstliche Intelligenz und das Max Planck Institut (MPI) für Informatik lehrte die Japaner, dass das Saarland auf Innovation und Fortschritt setzt.
Im MPI baten die Japaner um einen Disput über deutsche und japanische Kulturen. Diese Diskussion erwies sich als sehr belehrend für beide Seiten und dauerte ca. 2 Stunden.
Ein Highlight der Woche war zweifelsohne mittwochs das Segelfliegen auf dem Marpinger Segelflugplatz. Kar-Heinz Six , Vorsitzender des Saarbrücker Segelflugvereins, gestattete uns einen Sonderrabatt, damit sich diese Aktion für Gastfamilie und Sportjugend im finanzierbaren Rahme befand.
Donnerstags wurden die Japaner durch Heidelberg geführt, was für die Gäste einen kulturellen Hochgenuss darstellte. Nur so lassen sich das unzählige Nachfragen zu vielen alten Gebäuden erklären.
Freitag war der Tag des Verabschiedens. Nach einem gemütlichen Vormittag in Saargemuend, bewiesen die japanischen Gäste, dass sie das Kochen beherrschen und zauberten uns zur Sayonaraparty ein hervorragendes Menü.
Tränen blieben nicht aus. Dennoch war diese Woche wieder einmal ein einmaliges Erlebnis!
Maßgeblich waren die Gastfamilien, denen kein Weg zu weit und keine Strapaze zu viel war, am Erfolg der In-Maßnahme beteiligt. Des Weiteren gilt mein großes Dankesschön dem Saarländischen Schwimmbund mit Christel Weins und Clemens Weins, Kerstin Galetzka für die vorbereitende Arbeit auf der Geschäftstelle sowie dem ssj-Vorstand für die Unterstützung.
Zur gleichen Zeit war eine insgesamt 125köpfige deutsche Delegation in Japan zum Gegenbesuch, davon gehörten 11 Teilnehmern zur Gruppe Sportjugend Rheinland Pfalz / Saarland. Zum „eingewöhnen“ ging’s zunächst zwei Tage nach Kyoto, dann reisten sie in die Region Shikoku, um dort auch schönes und vielfältiges Regionalprogramm zu erleben. Highlight war sicher in diesem Jahr die Besteigung des Fuji-san auf 3774 Metern. Der zweite Teil des Zentralprogramms fand in Tokyo statt. Für alle Teilnehmerinnen waren diese drei Wochen ein unvergessliches Erlebnis und sie empfehlen jedem, der die Chance hat bei einem solchen Austauschprogramm mit zu machen, diese auch zu nutzen.
Dieses jugendpolitisch bedeutsame Austauschprogramm zwischen sportbegeisterten Jugendlichen aus Japan und Deutschland wird aus Mitteln des Kinder- und Jugendplanes des Bundes durch das Ministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) gefördert.

