Infos für Einsatzstellen
Als Einsatzstellen kommen Sportvereine, und -einrichtungen in Frage, die regelmäßig Spiel-, Sport- und Freizeitangebote für Kinder und Jugendliche organisieren oder sonstige Betreuungsdienste für diese Zielgruppe anbieten. Dies sind hauptsächlich Sportvereine und -verbände, Stadt- und Kreissportbünde oder Sport-Bildungsstätten. Weiterhin können auch soziale Einrichtungen, die überwiegend sportliche Jugendarbeit leisten bzw. die/den Teilnehmerin/Teilnehmer in diesem Bereich einsetzen möchten, anerkannt werden.
Die Aufgaben der Einsatzstellen sind:
- Einsatz der/des Teilnehmerin/Teilnehmers in der Kinder- und Jugendarbeit im Sport gemäß dem FSJ-Gesetz;
- die Anleitung und Betreuung der/des Teilnehmerin/Teilnehmers am FSJ durch haupt- oder ehrenamtliche Mitarbeiter/innen;
- die Gewährung von 26 Tagen Jahresurlaub und Freistellung der/des Freiwilligen für mindestens 25 Seminartage pro Jahr;
- die Erstattung der Unterkunfts- und Verpflegungspauschale, soweit dies nicht innerhalb der Einrichtung in Anspruch genommen wird, des Taschengeldes, der Regiekosten an die ssj für die Durchführung der Schulungen und die Organisation und Verwaltung. Insgesamt ergeben sich somit Kosten von derzeit monatlich 321,30 Euro (incl. 19 % Umsatzsteuer). Fahrtkosten können von der Einsatzstelle direkt an die/den Teilnehmerin/Teilnehmer gezahlt werden (oder Bus-/Bahn-Ticket);
- die Zusammenarbeit mit der Saarländischen Sportjugend und bei wissenschaftlichen Untersuchungen mit der Deutschen Sportjugend bzw. dem Bundesamt für Zivildienst.
Die Einsatzstellen beantragen auf dem entsprechenden Antragsformular bei der Saarländischen Sportjugend die Anerkennung als Einsatzstelle, indem sie den Namen der Einrichtung, die Qualifikation der Mitarbeiter/innen und eine Beschreibung der Tätigkeit mitteilen, die die/der Teilnehmerin/Teilnehmer ausüben sollen. Nach der Besetzung der Stelle wird eine schriftliche Vereinbarung zwischen der Einsatzstelle, der/dem Teilnehmerin/Teilnehmer und der Saarländischen Sportjugend unterzeichnet.
Einsatzstellen können selber Teilnehmer für das FSJ nennen oder sich durch die Saarländische Sportjugend Interessenten vermitteln lassen.
Vorteile für die Einsatzstellen/Vereine
Die Vereine erhalten Unterstützung durch engagierte und motivierte junge Menschen, die das FSJ häufig als willkommene Überbrückungs- und Orientierungszeit nutzen, um sich über ihre eigene weitere (berufliche) Lebensplanung Klarheit zu verschaffen und zugleich etwas Sinnvolles für die Gesellschaft zu tun. Damit bietet das FSJ im Sport eine gute Möglichkeit der Personalgewinnung und -qualifizierung für die wachsenden Aufgaben der Kinder- und Jugendbetreuung (u. a. durch den Erwerb der Übungsleiter- oder Trainer-Lizenz). Erfahrungsgemäß bleibt die Bindung an den Verein nach Ablauf des FSJ bestehen. Ehemalige Teilnehmer/innen sind oft bereit, sich auch über die FSJ-Zeit hinaus ehrenamtlich im Verein/ Verband zu engagieren.
Die Aufgabengebiete des FSJ können sich von Sportangeboten über überfachliche Angebote der Jugendarbeit (hier sind den Ideen keine Grenzen gesetzt) bis hin zur Hausaufgabenbetreuung erstrecken. Die FSJ-Teilnehmer/innen sind v.a. in der Jugendarbeit einzusetzen – z.B. als Übungsleiter für Schul-AGs, im Vereins-/Verbandstraining, als Betreuer von Jugendprojekten. Und vieles mehr ist denkbar. Auch größere Projekte wie z. B. Schulmeisterschaften in einer Sportart wurden bereits von FSJ-Helfer/innen organisiert und vor Ort betreut. Der Kreativität sind keine Grenzen gesetzt. Einzige unabdingbare Pflicht: die FSJ-Teilnehmer müssen im Jugendsport tätig sein.
Kosten für die Einsatzstellen
Diese jungen Menschen sind ganztags an fünf Tage pro Woche über 12 Montate in ihrer Einsatzstelle tätig. Hierfür zahlt der Verein oder Verband, der eine anerkannte Einsatzstelle besetzen möchte, derzeit lediglich 321,30 € (incl. 19 % Umsatzsteuer) monatlich. Alle weiteren Kosten und die zugehörige Verwaltung und Organisation werden von der Saarländischen Sportjugend übernommen, unterstützt durch Bundesförderungen, dem Landessportverband für das Saarland und weitere Partner.
